Crisco Connection

Feb
08
8

Auf einem großen unabhängigen Nachrichtenportal stößt man ja immer wieder auf illustre Gestalten, vor kurzem berichteten wir an dieser Stelle bereits über Tanja Krienen. Nun eine neue Person der Zeitgeschichte:

Wer, wie Hartmut Barth-Engelbart, das englische Wörtchen für Kunst gleich dreimal im Namen trägt, der ist ganz eindeutig für Großes oder zumindest irgendwas anderes bestimmt. Das Barth-Engelbartsche Leben ist schon jetzt zugleich antimilitaristisches Gesamtkunstwerk und mahnendes Beispiel für uns alle – gerade in Zeiten zunehmender kriegerischer Auseinandersetzungen ein Leuchtturm in einem Meer aus Desinteresse und Zynismus.

Wer kann schon von sich sagen, Reserveoffiziersanwärter, Ausbilder bei der Bundeswehr, Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistender gewesen zu sein? Doch auch außerhalb seiner militärischen Laufbahn scheint der Herr eher unsteter Natur zu sein – seiner Impulsiv- und Nonkonformität gab er u.a. durch gleich 36 verschiedene Berufe in 27 Jahren beeindruckend Ausdruck und nahm so die heutzutage üblichen prekären Beschäftigungsverhältnisse junger Menschen vorweg und auch sein beherzter Sprung vom Dach des Amerikahauses in Frankfurt/Main (natürlich aus Protest gegen irgendeinen Krieg) kann nur als “Sturz ins wilde Leben” (HaBe, Eigenbezeichnung) verstanden und gewürdigt werden.

Heute – man wird ja nicht jünger – beschränkt sich Hartmut auf die Dinge, die ihm wirklich liegen: laut seiner Homepage bestehen seine Beschäftigungen momentan darin, seine Umwelt mit seinen Aktionen als Grafiker, Autor, Musiker/Sänger, Aktionskünstler, Journalist und Pädogoge zu erfreuen. Apropos Pädagogik: Ohne Herrn Barth-Engelbart jetzt irgendein komisches und eventuell sogar strafrechtlich relevantes Interesse unterstellen, aber seine Nummer mit den Lamboy-Kids, die hat uns schon ein wenig stutzig gemacht. Aber es sind ja ganz oft eh nicht die Grundschulleiter oder Chorleiter, die das Kinderdasein zu einer schmutzigen Angelegenheit machen, sondern eher die Schüler selbst.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass seine unvergessenen bzw. ungelesenen Werke einen Eindruck vermitteln, wie es beim Hartmut so obenrum aussieht. Untenrum stellen wir uns das in etwa so vor.